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Schützende Fassade

Firmen-
zentrale

Schützende Fassade

Firmen-
zentrale

Low
Tech

Die Firmenzentrale funktioniert nach dem Low Tech – High Comfort Prinzip, d.h. mit möglichst geringem technischem Aufwand wird ein hoher thermischer und visueller Komfort geschaffen. Das Gebäude steht frei in einer flachen, windigen Landschaft. Es stellte sich die Frage nach der optimalen Gestaltung des Sonnenschutzes. Als Ergebnis wurden vier unterschiedliche Fassadenseiten realisiert. Mittels dieser passiven Maßnahme wird die Temperierung und Belichtung des Gebäudes maßgeblich optimiert. 

Schüt­zendes
Fassaden-
design

OST -UND WESTFASSADE
Im Sommer trägt die flach einfallende Morgen- und Abendsonne besonders stark zur Erwärmung von Gebäuden bei. Dies kann nur mit hohem Kühlungsaufwand kompensiert werden. Beide Seiten sind deshalb mit kleinen Fensteröffnungen ausgestattet. 

NORDFASSADE
Sie ist mit vertikalen Betonlamellen versehen, um das Gebäude beim Sonnenaufgang -und Untergang vor Wärme zu schützen. Gleichzeitig gewährleisten die Lamellen eine optimale Ausleuchtung des Gebäudes mit diffusem Tageslicht.

Südfassade

Diese ist transparent verglast. Aufgrund des starken Windaufkommens vor Ort können keine Jalousien verwendet werden. Ein großer Dachvorsprung schützt deshalb vor der Wärmeeinstrahlung der Sommersonne. Im Winter hingegen trägt die Wärmestrahlung der flach einfallenden Sonne zur passiven Erwärmung des Gebäudes bei.

Null-
Energie
Gebäude

Die Firmenzentrale wurde als Nullenergie-Gebäude konzipiert.
Mit Hilfe von Simultationen wurde ermittelt, welches Fassadendesign den Wärmeeintrag ins Gebäude minimiert und gleichzeitig den Tageslichtquotienten erhöht.
Das Ergebnis der Studien: Eine Klimaanlage wird nicht benötigt und der Einsatz von Kunstlicht minimiert. Beide Maßnahmen reduzieren die Betriebskosten und erhöhen die Aufenthaltsqualität im Innenraum.

Durch den gezielten Einsatz von Bauteilaktivierungen wird für die Temperierung im Innenraum weniger Energie benötigt. Das Wasser hierzu wird von einer reversiblen Wärmepumpe gekühlt oder erwärmt. Energie wird über die PV Anlage produziert.

Atrien
erhöhen
die
Raum-
qualität

Um die innenräumliche Qualität zu steigern, wurden in das Gebäude zwei Atrien integriert.
Sie gliedern die einzelnen offenen Raumzonen und optimieren die natürliche Belichtung.

Neben dem wenig reizvollen Ausblick ins Gewerbegebiet
ermöglichen die beiden Atrien spannende Blickbezüge in den Innenraum.
Corporate
Archi­tecture

Das neue Bürogebäude für 45 Mitarbeitende setzt die Leitwerte des Unternehmens, Transparenz & offene Kommunikation, architektonisch um. Die ehemalige Firmenzentrale des Unternehmens war ein verschachtelter, mehrstöckiger Altbau, wodurch die interne Kommunikation erschwert wurde. Eine zentrale Anforderung an den Neubau war es deshalb, eine Raumsituation zu schaffen, die den schnellen Austausch im Team ermöglicht und fördert. Jetzt arbeitet die Belegschaft gemeinsam auf einer Ebene im 1. Stock, ohne Abteilungsegoismen oder hierarchische Hürden. Halbhohe Raumteiler und Schallfänger ersetzen die Wände. Die vielfältig und flexibel nutzbare Bürofläche wird durch Besprechungs- und Telefonboxen und wenige Einzelbüros gegliedert.

Kommunikationsinseln wie Teeküche, zentrale Sitztreppenanlage oder Besprechungssofas ermöglichen den gezielten Austausch und fördern zufällige Begegnungen. Im EG befinden sich Räumlichkeiten für Seminare und Events. Der multifunktionale, tieferliegende Veranstaltungsraum wird individuell oder für große Teambesprechungen genutzt. Durch die Sitzmulde stehen dafür jederzeit genügend Plätze zur Verfügung.

Firmenzentrale Crailsheim

  1. Standort
    Crailsheim
  2. Fertigstellung
    2019
  3. Bauherrschaft
    Yuvest GmbH
  4. LPH
    1-8

L/A Team

  • Frank Weinschenk, Simon Burkert, Helen Deli, Nadine Langhammer, Daniel Straub

Fotografie

  • Brigida González

Fachplanende

  • Klimatechnik
    Transsolar Energietechnik, München
  • Geologie
    Geotechnik, Aalen
  • Vermessung
    Stadtlandingenieure, Ellwangen
  • Statik
    rg-ingenieure, Ellwangen
  • Prüfstatik
    Dipl.-Ing. Magnus Forster, Schwäbisch Gmünd
  • Bauphysik & Akkustik
    IB Weidlich, Aalen
  • Elektro & Lichtplanung
    IB Kummich & Weisskopf, Bopfingen
  • HLS
    Ratioplan GmbH, Weissach