Mensa Kreisberufsschulzenrum

Lebendige Mitte

Die Mensa ist die pulsierende Mitte des Schulzentrums. Sie bricht mit der orthogonalen Rasterstruktur des 70er Jahre Komplexes und trägt mit der markanten Architektur zur neuen Adressbildung bei. Die individuelle, trägerrostartige Holz-Dachkonstruktion erfüllt dabei nicht nur gestalterische Aspekte sondern übernimmt funktionelle Aufgaben wie Belüftung, Belichtung und Schallschutz.

Da die Verweildauer in den Schulen länger wird, ist die Mensa Treffpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität. Nebengebäude und Hügel schützen vor Straßenlärm, der Speisesaal öffnet sich mit

großen Fensterfronten zur Landschaft und zum Schulbereich. Terrassen und Sitzmöglichkeiten mit unterschiedlichen Qualitäten laden zum Erholen ein.
Die Platzierung ermöglicht ein wirtschaftliches Betreiben: sie bündelt die Schülerströme, die Wege zu den Schulgebäuden sind kurz und die Straßenlage ist ideal für Abendveranstaltungen.

Natürliches und kostengünstiges Klimakonzept
Die Mensa setzt ein Zeichen für nachhaltiges und wirtschaftliches Bauen. Bereits beim Wettbewerb haben Klimaparameter im integralen Planungsprozeß das Architektur - und Energiekonzept bestimmt. Gemeinsam mit dem Büro Transsolar wurde ein für das Grundstück maßgeschneidertes, natürliches  und

energiesparendes Gebäudedesign entwickelt, das auf den Einsatz komplexer, technischer Anlagen verzichtet und somit die Betriebskosten reduziert. Der kompakte Bau nutzt natürliche Ressourcen und Prinzipien bei Belüftung, Beleuchtung und auch bei der Materialwahl: die Dachkonstruktion aus nachwachsendem Holz wurde so geplant, dass kaum Verschnitt anfiel.

Belichtung und Belüftung
Die große transparente Nordfassade und nach NO und NW orientierte Lichtgauben sorgen für eine ausgezeichnete natürliche Belichtung mit diffusem Licht. Durch die Nordorientierung und den Dachüberstand, der im Sommer

Schatten gibt und nur im Winter die tiefstehende Sonne ins Haus läßt, erfolgt dabei nur ein geringer Wärmeeintrag ins Gebäude. Im Süden stecken die Nebenräume in Hügeln, die im Sommer zur Kühlung, im Winter als Dämmung dienen. 
Das geneigte Pultdach ermöglicht eine rein natürliche Lüftung der Mensa durch die Ausnutzung natürlicher Thermik. Die Zuluftelemente im Speisesaal wurden speziell für das Gebäude entwickelt: im Sommer strömt die Luft direkt ein und überschüssige Wärme wird durch die Gauben abgelüftet. Im Winter wird die Zuluft über Heizkörper vorerwärmt, um Zugerscheinungen durch die kalte Außenluft zu verhindern.



Architektenwettbewerb Nachhaltiges
1. Preis Klimakonzept