Erweiterung Kletterhalle, Aalen

Aus wenig wird viel!

Es ist eine Erfolgsgeschichte. Bei der Eröffnung der Reiner Schwebel Kletterhalle im Jahre 2007 hatte die DAV Bezirksgruppe Aalen 850 Mitglieder. Im April 2014 waren es bereits mehr als 2000 und der Verein zählt in der Zwischenzeit zu einem der größten Sportvereine in Aalen.
Schon 2010 wurde über eine Erweiterung der bestehenden Kletterhalle nachgedacht: Die Halle war oft überfüllt, Umkleideräume und Servicebereich für den Ansturm zu klein.

Die Herausforderung bei diesem Projekt war das sehr beengte Baufenster. L/A hatte wenig Spielraum auf dem kleinen Platz

zwischen bestehender Kletterhalle und der Straße. Dazu mussten auf den beiden anderen  Seiten die brandschutzrechtlichen Abstandsflächen zur Ulrich-Pfeifle Halle eingehalten werden. Mit einem wohl überlegten Architekturkonzept wurden die Möglichkeiten des Baugrundstücks jedoch optimal ausgenutzt: die Kletter- und Boulderflächen konnten erheblich vergrößert und notwenige Zusatzräume geschaffen werden.
Der Erweiterungsbau verfügt nun u.a. über einen eigenen Eingangs- und Kassenbereich, einen Schulungsraum und Duschmöglichkeiten für die Sportler.  Außerdem wurden die Lagerflächen für die für den Betrieb notwendigen Utensilien wie Klettergriffe usw. erweitert.
Freuen können sich alle Kletterbegeisterten über den Zuwachs an

Übungsflächen: die Kletteranlagen wurden um ca. 240m² erweitert, die Boulderfläche um 250m². Gerade beim Bouldern ist die Nachfrage besonders groß. Beim Klettern ohne Seil springen die Sportler gerne auch mal von einem Griff zum anderen - bei einer Wandhöhe von bis zu 4,5 m. Wer das extrem kleine Baugrundstück mit nur ca. 150 qm Grundfläche kennt, weiß diese Zahlen zu schätzen.

Wegen der beengten Grundstücksverhältnisse wurden die Funktionen im Innern übereinander und ineinander gestapelt. Die äußere Form der Kletterhalle spiegelt diese  Stapelung wider. So erfolgt z.B. der Einstieg in die Kletterwand im UG neben den Räumlichkeiten für Umkleide und Dusche. Da die neue

Kletterhalle das bereits bestehende Gebäude um ca. 2,5 m überragt, konnte so die mit 17 Metern höchste Kletterwand der Region gebaut werden.

Die Bestands-Außenwände der alten Kletterhalle wurden ebenfalls als Kletterfläche ins Konzept mit eingebunden. Schräge Wände ermöglichen überhängende Kletterbereiche. So sind unterschiedlichste Klettermöglichkeiten an verschiedenen Wänden und Wandhöhen mit verschiedenen Neigungen geschaffen worden.

Wer doch lieber zuschauen als selber klettern möchte: Auf mehreren Ebenen befinden sich Balkone, die Einblicke in die

Kletterwand bieten und einem das Gefühl geben hautnah mit dabei zu sein!

Fertigstellung
2014